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Gezeichnete, nationale und internationale Momentaufnahmen zeigen ganz persönliche Erfahrungen der Schülerinnen und Schülern während der Pandemie

Seit 13. März 2020 steht der Alltag der Schülerinnen und Schülern Kopf. Immer wieder waren und sind sie gezwungen, viel Zeit in ihren Wohnungen und Häusern mit der Familie zu verbringen, statt in die Schule zu gehen, Freunde zu treffen und ihren gewohnten Aktivitäten nachzugehen. Es entstand dabei eine neue Realität, die es nolens volens zu bewältigen gilt. Ein probates Mittel, das Erlebte zu reflektieren und zu verarbeiten bietet der Kunstunterricht.

Die Gestaltungsaufgabe für eine Corona-Wohnung versucht genau dieser neuen Realität der nachzuspüren und sie zu visualisieren.

Während des Distanzunterrichtes erhielten die Schülerinnen und Schüler von StRin Grzywacz (Friedrich-Dessauer-Gymnasium) und StR Dörig (Hanns-Seidel-Gymnasium) eine schematisch gezeichnete Dreizimmerwohnung digital übermittelt, um darin ihren häuslichen Alltag in der Quarantäne darzustellen. Dabei waren die Wohnungen so konzipiert, dass man sie zu einem Hochhaus mit unzähligen Stockwerken übereinander stapeln konnte. So fügten sich am Ende einzelne Wohnungen mit einzelnen Lebenswirklichkeiten zusammen und ergaben zum Schluss ein Panoptikum des Erlebten in dieser so besonderen Zeit.

Da gibt es in den Fenstern des Aschaffenburger Stadttheaters sehr viel zu entdecken: Von Frust bis Hoffnung, Situationskomik und neue Hobbys, Langeweile und Kreativität …

Die Aufgabe, die ursprünglich als einmaliges Stimmungsbild im ersten Lockdown 2020 geplant war, konnte während der weiteren Lockdownphasen mehrmals wiederholt werden. So wurde aus einer Momentaufnahme im Frühjahr 2020 eine Dokumentation der Pandemie. Das lässt sich nicht nur an den Jahreszeiten und der Kleidung, sondern auch an veränderten Bedürfnissen und Nöten der Bewohnerinnen und Bewohner ablesen.

Eine weitere Dimension bekam das Projekt, als sich auf Einladung von Grzywacz & Dörig mehrere ausländische Schulen beteiligten. So bereichern Schülerinnen und Schüler aus Uruguay, Spanien, Frankreich, USA, Perth und Japan dieses außergewöhnliche Gebäude. Die vielen internationalen Beiträge zu diesem Projekt beweisen, dass es auch anderen Kindern auf der Welt ganz ähnlich erging wie unseren den hiesigen. Alle rücken in diesem Hochhaus am Ende zusammen! Auch Aschaffenburg rückt zusammen.

Öffnungszeiten: frei einsehbar | Die Kunstwerke können zu jeder Uhrzeit und ohne Zugangsbeschränkungen von außen betrachtet werden.

Rollstuhlgerecht: nein

Details

Beginn:
1. Juli
Ende:
11. Juli
Eintritt:
Kostenlos
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstaltungsort

Stadttheater
Schloßgasse 8
Aschaffenburg, 63739
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