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Installation von Helga Schwalt-Scherer

In der Installation „Epitaph für Mutter Erde“ vereint Helga Schwalt-Scherer den „Totentanz“ und die „Madonna lactans“, beides alte Leitmotive der Kunst, in einem großen Bilderreigen. Es erscheint makaber, diese zwei so unterschiedlichen Sujets zusammenzuführen und zu einem Bildinhalt zu verschmelzen. Jedoch erweist sich gerade dies als trefflich für die Veranschaulichung des Dilemmas, in welchem wir Menschen stecken: unsere schicksalhafte und unauflösliche Verbindung mit der Erde und unseren gleichzeitig zerstörerischen Umgang mit ihr.
Die elf Bilder der Installation sind zwischen die Pfeilerarkaturen der Stiftsbasilika St. Peter und Alexander gespannt. Sie hängen in unmittelbarer Nähe zu den historischen Grabdenkmälern dieses Gotteshauses, was eine Verbindung zwischen den alten und neuen Werken schafft. Während die alten Epitaphe in Stein gehauene Vergangenheit sind, erscheinen die neuen als eine unheilvolle Vorwegnahme der Zukunft. Versinnbildlicht durch ein Skelett, das sich mehr und mehr auflöst, zeichnen sie die düstere Vision einer Erde, die ihre regenerative Kraft verloren hat. Jedoch ist diese Leseart nicht die einzig mögliche, hält „Mutter Erde“ doch einen Säugling an ihre Brust, ein Symbol der Hoffnung und des Neuanfangs.

Eintritt: frei
Museumsnacht, 9.7.: nur mit Museumsnacht-Ticket | VVK-Stellen
Öffnungszeiten: täglich 8–18 Uhr; Museumsnacht, 9.7.: 8–24 Uhr
Rollstuhlgerecht: nein
www.schwaltscherer.com

Details

Beginn:
30. Juni
Ende:
31. Juli
Eintritt:
Kostenlos
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:

Veranstaltungsort

Stiftsbasilika
Stiftsgasse 5
Aschaffenburg, 63739
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