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… und der Zauber der Dinge

Der in den USA geborene (*1890) und in Paris gestorbene (†1976) Fotograf, Maler und Objektkünstler zählt neben Marcel Duchamp zu den bedeutenden Vertretern des Dadaismus und Surrealismus und gilt aufgrund der Vielschichtigkeit seines Werkes als avantgardistischer Impulsgeber für die moderne Fotografie und Filmgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts.

Bekannt ist Man Ray für seine zahlreichen inszenierten Porträtfotografien zeitgenössischer Künstler aus der Hochphase des künstlerischen und literarischen Lebens im Paris der 1920/30er-Jahre. Über Albert Giacometti lernt er dort auch Meret Oppenheim kennen, die ihm Model in der berühmten Akt-Fotoserie Erotique voilée steht. Schon früh sucht er seine Unabhängigkeit in seinem Schöpfungsdrang nach neuen Wegen zu bewahren. So sind seine Ölbilder Kompositionen aus futuristisch-kubistisch anmutenden Figuren und lebhaften Farben. Er schult ebenso seine Fertigkeit im Zeichnen und experimentiert mit Objekten, die er zu Schwingungen bringt oder die ihm als Modell für seine Fotoarbeiten dienen. Indem er die Ästhetik des Medium Fotografie mittels Fotogrammen („Rayographien“), Solarisation und Mehrfachbelichtungen ausweitet erhebt er sie zur Kunst und integriert die resultierenden neuen Inspirationen später in seine wieder aufgenommene Malerei.

Man Ray, als Sohn jüdisch-russischer Einwanderer mit dem bürgerlichen Namen Emmanuel Radnitzky in Philadelphia geboren, lebte vor allem in New York, bevor Frankreich seine Wahlheimat wurde.

In der Aschaffenburger Ausstellung wird ein besonderer Fokus auf Man Rays Rayographie gelegt. Um 1919/20 begann Man Ray mit Fotogrammen zu experimentieren. Christian Schad entwickelte fast zeitgleich, aber bereits ein Jahr früher, 1918, in Zürich die von ihm so genannten „Schadographien“. Beide Künstler legten – unabhängig voneinander – Alltagsgegenstände auf Fotopapier und setzten sie verschiedenen Lichtquellen aus. Die verschwommenen Konturen dieser „Fotos ohne Kamera“ fanden bei den Dadaisten und später bei den Surrealisten großen Anklang. Der Dichter Jean Cocteau bezeichnete Man Ray daher auch als „Poeten der Dunkelkammer“.

Eintritt: 5 Euro, erm. 3,50 Euro

Öffnungszeiten: Di., 14–20 Uhr, Mi.–So., 10–17 Uhr

Kulturnacht, 10.7.: geöffnet

www.museen-aschaffenburg.de/Kunsthalle-Jesuitenkirche

Details

Beginn:
3. Juli
Ende:
24. Oktober
Eintritt:
€ 5
Veranstaltungskategorien:
,
www.museen-aschaffenburg.de/Kunsthalle-Jesuitenkirche

Veranstaltungsort

Kunsthalle Jesuitenkirche
Pfaffengasse 26
Aschaffenburg, 63739
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