Passing the Garden

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Video von Monika Huber
Sonderausstellung der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München

Die römisch-antiken Fresken der Villa di Livia im Museo Nazionale Romano bilden das Grundmotiv für das Video „Passing the Garden“ von Monika Huber. Diese über 2.000 Jahre alten Wandmalereien zeigen einen illusionistischen Gartenraum. Umgeben von einem niedrigen Mäuerchen ist ein antiker Paradiesgarten, ein hortus conclusus, abgebildet. Üppige Grünpflanzen, blühende Blumen, Obst tragende Bäume und zwitschernde Vögel verheißen glückliche Zeiten in idealschöner Natur, in einem locus amoenus. Das unterstreicht die Vielfalt der dargestellten Pflanzen: Zu identifizieren sind Pinien, Quitten, Granatäpfel, Efeu, Akanthus, Zypressen, Dattelpalmen, Eichen und Tannen.
Die Künstlerin Monika Huber hat Foto-, Videoaufnahmen und Zeichnungen der antiken Fresken mit Fotografien und Videos von intakter und zerstörter Natur ineinander verwoben. Was auf den ersten Blick natürlich erscheint, erweist sich als künstlich generiert. Langsam verändern die Bilder ihren Zustand, wobei sie sich stets zwischen Realität und Fiktion bewegen. Experimentelle, meditative Musik begleitet den Wandlungsprozess. Natur scheint permanent in Bewegung zu sein, metamorphosiert, verdunkelt sich, hellt wieder auf, kreiert stets einen neuen Zustand. Oft ist nicht zu unterscheiden: Römische Wandfresken in der Villa di Livia im Museo Nazionale Romano, Rom. Was ist real, was ist fiktiv?
Monika Huber vergegenwärtigt in ihrem Video die Fragilität und Verletzbarkeit der Natur in unserer Zeit des Klimawandels mit den zu erwartenden gravierenden Veränderungen für uns Menschen und unsere Umwelt. Wünschenswert wäre eine nur annähernde Wertschätzung der Natur wie sie im antiken paradiesischen Gartenbild an klingt.

Vita Monika Huber

  • lebt und arbeitet in München
  • 1979–1985: Studium der Malerei, Akademie der Bildenden Künste, München, Prof. Fruhtrunk
  • Einzelausstellungen in Museen: Bauhaus Dessau, Kunsthaus Nürnberg, Heidelberger Kunstverein, von der Heydt-Museum Wuppertal, Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Lübeck, Städtische Galerie Würzburg, Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen, Mittelrhein-Museum Koblenz, Kunsthalle Bielefeld, Bonner Kunstverein, Museum Situation Kunst Bochum
  • Screenings – Gesamtschau der Videos: Städtisches Museum – Museo Marco Asilo, Rom Villa Stuck, Video Werkschau, München Museum für Neue Kunst, Freiburg

Eintritt: 6 Euro, erm. 5 Euro; bis 18 Jahre frei
 | Museumsnacht, 9.7.: nur mit MN-Ticket | VVK-Stellen
Öffnungszeiten: Di.–So. 9–18 Uhr | 
Museumsnacht, 9.7.: 19–0.30 Uhr, letzter Einlass 24 Uhr
www.schloesser.bayern.de

Foto: Römische Wandfresken aus der Villa di Livia im Museo Nazionale Romano, Rom
© Monika Huber

Details

Beginn:
14. Mai
Ende:
30. Oktober
Eintritt:
€ 6
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:

Veranstaltungsort

Pompejanum
Pompejanumstraße 5
Aschaffenburg, 63739
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