Postalische Belege in der Heimatforschung am Beispiel der Textilwirtschaft in Aschaffenburg

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Vortrag von Thomas Kolb

Briefumschläge und vor allem Postkarten sind neben Ansichtskarten eine Fundgrube für die Heimatforschung. Sowohl Veränderungen der Zeitgeschichte wie auch der Wirtschaftsgeschichte einer Stadt oder Region lassen sich anschaulich nachvollziehen und dokumentieren. Die Dokumente laden dazu ein sich gerade mit kleineren Firmen und Handwerksbetrieben zu beschäftigen die nicht mehr existieren. Noch gibt es aber die Zeitzeugen, die in diesen Betrieben gearbeitet haben oder dort Kunden waren.

Der Referent Thomas Kolb über seine Sammelleidenschaft:

„Als Jugendlicher habe ich, wie viele in den 1970er-Jahren, Briefmarken gesammelt. Von verschiedenen Verwandten und Bekannten wurden mir dazu aus Ämtern und Firmen Briefumschläge mitgebracht. Recht schnell fand ich aber die Zudrucke auf vielen Kuverts interessanter. Das waren häufig Firmen aus der Region die ich selbst kannte. Bei den Briefmarken hatte ich mich eigentlich hauptsächlich versucht mir fehlende Katalognummern zu bekommen, eine Beschäftigung mit dem Motiv auf der Marke fand eher nicht statt. So habe ich begonnen eine Sammlung meiner Heimatstadt Schweinfurt anzulegen. Immer wenn wieder mal ein Umschlag mit der Absenderangabe einer mir unbekannten Firma hereinkam habe ich Informationen zu der Firma gesucht. So wuchs eine interessante Sammlung zur Wirtschaftsgeschichte der Stadt Schweinfurt heran. Als ich 1980 bei der Commerzbank eine Lehre zum Bankkaufmann begonnen habe, war meine Sammelleidenschaft auch wieder geweckt. Zum Start ins Berufsleben gab es ein Buch über die Geschichte der Commerzbank. Darin wurden auch die Übernahmen und Fusionen seit der Gründung 1870 aufgeführt. Auf Briefmarkentauschtagen (Internetplattformen wie ebay und Delcampe gab es damals ja noch nicht) habe ich immer wieder beim Wühlen in Kisten mit älteren Briefumschlägen und Karten Belege zur Geschichte der Commerzbank gefunden. Daraus ist eine umfangreiche Sammlung entstanden. In den letzten 40 Jahren habe ich neben meinen eigenen Sammlungen einen umfangreichen Bestand an Belegen aus ganz Deutschland zusammengetragen. Meine Bestände nutze ich für Vorträge in Heimatkundevereinen und stelle diese auch für weitere Forschungen und Publikationen Vereinen und Museen zur Verfügung.“

Vortragsraum „Storchennest“
Rollstuhlgerecht: ja (historisches Kopfsteinpflaster)
www.stadtarchiv-aschaffenburg.de

Details

Datum:
7. Juli
Zeit:
19:00
Eintritt:
Kostenlos
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Schönborner Hof
Wermbachstraße 15
Aschaffenburg, 63739
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