QNTAL; supp. Any Advice

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Mittelalter und Elektronik in Symbiose

Als QNTAL mit seiner ungehörten Mischung aus Mittelalter und Elektronik 1992 das erste Mal auf der Bildfläche erschien, war das Staunen groß. Man kannte zwar mittelalterliche Musik, man hatte natürlich auch schon elektronische Klänge vernommen. In Personalunion indes noch nie. Bis heute zählen QNTAL zu den Vorreitern ihres selbst erschaffenen Genres. Beseelt von mehrsprachiger Poesie verzaubern QNTAL ihre ungewöhnlich breit aufgestellte Hörerschaft. Die kommt aus allen Himmelsrichtungen. Aus der Mittelalter-Szene ebenso wie aus der elektronischen Ecke, aus dem Trauerflor des Gothic ebenso wie aus der bärbeißigen Heavy-Metal-Bewegung, aus Pop-Kreisen ebenso wie aus der Klassik. Das wahrhaft Besondere an den kunstfertig erdachten und mit viel Gefühl umgesetzten Klangbildern ist eben jene Vielfältigkeit und jenes herausragende Talent, das Syrah und Michael Popp unter Beweis stellen. Das neue Opus „QNTAL VIII – Nachtblume“ macht da keine Ausnahme. Vier Jahre nach „QNTAL VII“ ermöglicht das neue Werk bei allem Tiefgang ein sofortiges Abtauchen, eine Rückkehr, ein regelrechtes Heimkommen in diese verwunschene, feingliedrige Musikwelt. Durchdringender Gesang, wogende, elegische Harmonien, oszillierende Elektronik, festliche, beinahe sakrale Aura, eingängige Melodien – in der Tat lässt sich die Musik von QNTAL nicht besser als das deutsche Gegenstück zu Dead Can Dance charakterisieren.

Any Advice (Support): Ready for Any Advice …?! Emotionale Texte gepaart mit ausgelassenen Soli und authentischer Ausstrahlung: Das ist Any Advice. Die Band, bestehend aus Steffi am Mikrofon, Waldemar an der Gitarre, Kay am Bass und Pascal am Schlagzeug, veröffentlichte am 26. Mai 2018 nach einjährigem Bestehen ihr Debütalbum „Expanded Self“. Dabei gründete sich Any Advice eher zufällig: Nachdem Steffi ein Vierzeiler unter der Dusche nicht mehr aus dem Kopf ging, schlossen sich Waldemar und sie zusammen, um der Stimme ein musikalisches Kleid zu verpassen. Schnell wurde klar, dass es nicht bei einem Song bleiben würde. Kay und Pascal komplettierten das außergewöhnliche Ensemble. Der textliche Inhalt der Songs stammt aus der Feder von Steffi. Ihre Lyrics erzählen von Liebe, Wut, Verzweiflung aber auch von Hoffnung und kindlicher Schüchternheit. Es bleibt das Bild einer starken Frau, die zwischen Selbstreflexion und Selbstfindung am Gefühl von Aufbruch festhält. Musikalisch zeigt sich die Band auf „Expanded Self“ experimentierfreudig. Den Any-Advice-Sound zeichnet aus, dass der erste Impuls von der Leadsängerin a cappella in den Raum gestellt und anschließend, abgerundet durch die musiktheoretische Expertise und das musikalische Gefühl der restlichen Bandmitglieder, in Form gebracht und ergänzt wird. Dadurch bewegt sich die Band jenseits von Genre-Grenzen: Neben Classic-Rock-Klängen finden sich auch Einflüsse aus Swing, Soul, Jazz und Blues auf dem Album. Diese Musiker halten nur an einer Verbindlichkeit fest: dem Spaß und dem Gefühl beim Spielen!

Eintritt: nur mit Museumsnacht-Ticket | VVK-Stellen
Rollstuhlgerecht: ja (historisches Kopfsteinpflaster)
www.stadtarchiv-aschaffenburg.de

Details

Datum:
9. Juli
Zeit:
20:00–23:00
Eintritt:
Nur mit Museumsnachtticket
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstaltungsort

Schönborner Hof
Wermbachstraße 15
Aschaffenburg, 63739
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